Aus dem Ältestenkreis 1/2020

Der Start des neuen Ältestenkreises

Der Jahreswechsel stand ganz im Zeichen der Übergabe der Verantwortung vom bisherigen zu dem am 1. Advent neu gewählten Ältestenkreis.

In der Grundordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden ist festgelegt, dass der Ältestenkreis aus dem Gemeindepfarrer und den Kirchenältesten besteht, die Gemeinde leitet und die Verantwortung dafür trägt, dass „der Gemeinde Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente in ihr recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird. In dieser Verantwortung sind die Mitglieder des Ältestenkreises berufen, den Aufbau der Gemeinde zu fördern, insbesondere durch Mitwirkung im Gottesdienst, in der Seelsorge sowie bei der Wahrnehmung der missionarischen, diakonischen und pädagogischen Aufgaben bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ (Artikel 16 der Grundordnung).

Hermann Biedermann, Marc Kamlah, Johannes Schneider, Cordula Völker und Jürgen Dick standen weiterhin für die Arbeit als Kirchenälteste zur Verfügung und werden mit ihrer Erfahrung aus den letzten Jahren die Kontinuität sicherstellen.Neu gewählt wurden Ursula Dörner, Katharina Heiler, Tobias Rösch und Annegret Radburg.

Unserer Meinung nach besteht der neue Ältestenkreis aus einer guten Mischung aus Frauen und Männern, aus älteren und erfahrenen Gemeindemitgliedern, sowie jüngeren, die zum Teil erst in den letzten Jahren zur Gemeinde gestoßen sind und sicherlich auch neue Impulse geben werden.

Der besondere Dank gilt nochmals den ausgeschiedenen Ältesten Patrick Masselautzky, Robert Säubert, Andrea Schmitt und Anke Staudenmaier, die in der letzten Periode die Geschicke der Gemeinde mitgestaltet und ihr Amt verantwortungsbewusst wahrgenommen haben.

Die Wahlbeteiligung lag bei 19,6%, auf den ersten Blick ein enttäuschender Prozentsatz, der allerdings in etwa dem Landeskirchendurchschnitt entspricht. Unter dem Schnitt lagen die Beteiligung bei Neuwählern (10%) und im mittlerweile nicht mehr ganz „neuen“ Gemeindegebiet jenseits der B35.

Neue personelle Konstellationen sind für eine Pfarrgemeinde wie für alle Organisationen, in denen Menschen ein konstruktives Miteinander pflegen, aber auch regeln müssen, ein einschneidendes Ereignis. Gilt es doch, sich neu im Team zu finden, aufeinander abzustimmen, die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festzulegen und nach einer Bestandsaufnahme Pläne für die künftige Arbeit zu schmieden. Auch für die Gemeinde selbst bedeutet es eine Umstellung, wenn fast die Hälfte der Mitglieder des Ältestenkreises neu ist.

Nach eigener Erfahrung kann ich den neuen Ältesten versichern, dass sie seitens der Gemeinde ein erheblicher Vertrauensvorschuss auf dem Weg im neuen Amt begleiten wird. Nach der Wahl erfolgte am Sonntag, den 26. Januar die feierliche Einführung im Rahmen des Gottesdienstes.

 

Erste programmatische Überlegungen

Die erste konstituierende Sitzung fand bereits am 09. Januar statt. Am Anfang standen eine Bestandsaufnahme und erste Zielsetzungen für die neue Amtsperiode. Es kristallisierte sich heraus, dass das positive Klima des christlichen Miteinanders in unserer Gemeinde, das in der unkomplizierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit seinen Ausdruck findet, als besonders angenehm empfunden wird.

Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe von Angeboten in diversen Gruppen und Kreisen mit durchweg engagierten Funktionsträgern. Die Jugendarbeit wurde als besondere Stärke unserer Gemeinde herausgestellt. Allerdings hat die derzeitige Nichtbesetzung der FSJ-Stelle eine Maximalbelastung der Leiter der verschiedenen Gruppen und der für die Gesamtkoordination Verantwortlichen, insbesondere für unsere Pfarrersfamilie zur Folge. Hierzu werden organisatorische Möglichkeiten der Abhilfe geprüft.

Für die Gemeindearbeit insgesamt gilt als Minimalziel, den derzeitigen Stand zu erhalten bei gleichzeitiger Offenheit für neue Ideen. Ein Ausruhen auf dem Erreichten bedeutet in der Regel Stillstand, dem dann Rückschritte folgen können.

Selbstverständlich gibt es nach wie vor Potential für Verbesserungen. Ein „Dauerbrenner“ ist trotz erster guter Ansätze immer noch das Ziel, die Gemeinde für das Altersband der 30-50jährigen attraktiver zu gestalten. Ein Weg in diese Richtung ist u.a. die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Arbeitsgruppe hat hierzu bereits auf der Basis moderner Methoden Konzepte erarbeitet, die in diesem Jahr in die Umsetzung gehen sollen.

Eine weitere Feststellung ist in diesem Zusammenhang, dass wir uns noch intensiver um die Eltern unserer Kindergartenkinder kümmern und die Kiga-Leitung sowie die Erzieherinnen und Erzieher dabei unterstützen müssen.

Auch die Willkommenskultur bei der Aufnahme neuer Gemeindemitglieder wollen wir weiterentwickeln, eine besondere Zielgruppe sind die neuen Bewohner der Bahnstadt. Hier wird aber auch jedes Gemeindemitglied gebeten, mitzuhelfen, den Neuen offen und freundlich zu begegnen und ihre Integration in die Gemeinden zu fördern.

Ein wesentliches Thema, dass uns als Ergebnis der letzten Visitation in den nächsten Jahren intensiver beschäftigen wird, ist die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit auf Ebene der Kirchengemeinde Bruchsal. Hierzu wurde eine AG „Bruchsal 2.0“ gegründet. Vorgabe ist die bessere Vernetzung innerhalb der Kirchengemeinde, wobei dies nicht auf Kosten der Eigenständigkeit und der besonderen Bindungskraft unserer Paul-Gerhardt-Pfarrgemeinde gehen darf.

Wahl des Vorsitzenden undAufgabenverteilung

Ein weiterer zentraler Punkt der 1. konstituierenden Sitzung war die Wahl des Vorsitzenden und die Verteilung der verschiedenen Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten. Marc Kamlah wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertretung hat von Amts wegen Pfr.Schowalter.

Die weiteren Verantwortlichkeiten wurden wie folgt festgelegt:

o Bau: Hermann Biedermann

o Finanzen P-G: Tobias Rösch, Johannes Schneider

o Gemeindeaufbau: Cordula Völker, Ursula Dörner

o Angebote für Kinder: Jugendleitungskreis

o Angebote für Jugend: Jugendleitungskreis (in jeder zweiten Sitzung des ÄK soll ein Teilnehmer des JLK eingeladen werden, um über Angelegenheiten der Kinder und Jugendlichen zu sprechen).

o Angebote für junge Familien: Katharina Heiler

o Angebote für Erwachsene: Cordula Völker, Katharina Heiler

o Angebote für Senioren: Hermann Biedermann

o Chor: Jürgen Dick

o Kindergarten: Tobias Rösch

o Kassenprüfung Kiga+ UG/OG: Tobias Rösch

o ACG/Ökumene: Ursula Dörner

o Missionsbeauftragter: Jürgen Dick

o Kirchengemeinderat: Marc Kamlah, Hermann Biedermann, Johannes Schneider

o Arbeitsgruppe Bruchsal 2.0: Pfr. Schowalter, Marc Kamlah, Johannes Schneider

o Bezirkssynode: Marc Kamlah

o Öffentlichkeitsarbeit: Cordula Völker

o Berichte Gemeindebrief: Jürgen Dick

o Gottesdienste: Cordula Völker

o Südstadtvereine (Abstimmung der Termine): Tobias Rösch

o Events (Vorbereitung/Org. von Ereignissen): Annegret Radburg, Ursula Dörner

oTechnik: Johannes Schneider

o Redaktionsteam: Jürgen Dick

o Internet (Verwaltung Webspace + E-Mail): Johannes Schneider

o Inhalte der Homepage: NN, die Aufgabe wird in der Gemeindezeitung ausgeschrieben

o Mitglied im Förderverein: Jürgen Dick

Rückblick auf die Weihnachtsgottesdienste

Die ökumenische Kinderkrippenfeier und der Familiengottesdienst an Heilig Abend waren wieder sehr beeindruckend und mit guter Resonanz seitens der Besucher. Leider mussten einige Menschen wieder gehen, da sie keinen Platz mehr fanden, ein ärgerlicher Umstand, der eigentlich nicht hinzunehmen ist und der von uns zutiefst bedauert wird.

Der Besucherandrang sprengt mittlerweile unsere räumlichen Kapazitäten, sodass wir nach alternativen Lösungen Umschau halten müssen. Als Lösung ist die Nutzung der katholischen St. Anton Kirche angedacht, die deutlich größere Kapazitäten hat. Erste Gespräche in diese Richtung haben bereits stattgefunden, die Ergebnisse sind vielversprechend.

Jürgen Dick

Aus dem Ältestenkreis 3/2019

1. Rückblick auf das Brückenfest
Das diesjährige Brückenfest war erneut das Highlight der sommerlichen Gemeindeaktivitäten. Besonders erfreulich war, dass die Zahl der Besucher trotz einer Reihe von Parallelveranstaltungen in Bruchsal wieder die Erwartungen übertraf.

In der Nachbetrachtung müssen die verschiedenen Vorträge und Darbietungen herausgestellt werden. Dazu gehörten die Aufführungen der Kindergartenkinder, Posaunen- und Paul-Gerhardt- Chor, sowie besonders beeindruckend unsere jungen Musikerinnen und Musiker. Besonders bewährt hat sich die neue  Bühnenkonstruktion.

Große Resonanz erhielt auch das spezielle Kinderprogramm.

Die Einnahmen sollen nicht unerwähnt bleiben: Der Reinerlös betrug 3373,- EUR, davon gehen 337,- EUR als  Spende für das Babytherapiezentrum nach Südafrika, der Rest von 3036,- EUR wird unserem Renovierungskonto gutgeschrieben.

Am Folgetag wurden im Rahmen des Helferfestes noch bestehende organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten offen diskutiert und in einem Protokoll als Merkposten für das Jahr 2020 festgehalten.

Der Ältestenkreis bedankt sich bei allen Organisatoren, Helfern, Mitwirkenden, vor allem aber bei dem allzeit freundlichen Bedienungspersonal, die alle mit ihrem Engagement zum Erfolg des Festes beigetragen haben.

2. Aktion „Brusl leuchtet“ am 29.11.
Das Einläuten zum Advent fand bisher auf dem Platz vor der Lutherkirche statt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Resonanz begrenzt war. Auf ökumenischer Ebene wurde jetzt beschlossen, stattdessen am 29.11. eine Aktion bei „Brusl leuchtet“ mit Kerzen rund um die Stadtkirche durchzuführen. Bitte den Termin jetzt schon vormerken!

3. Verabschiedung von Luisa Walz
Wie schnell doch ein Jahr vergeht! Im Rahmen des Erntedankgottesdienstes wurde mit Luisa Walz, die bisherige Inhaberin der BuFDi-Stelle aus der Gemeinde verabschiedet.

Sie hat ihre wichtige Funktion, vor allem in der Jugendarbeit, mit viel Engagement und positiver Ausstrahlung wahrgenommen und dabei neue Impulse gesetzt. Der Ältestenkreis bedankt sich bei Luisa für ihren wertvollen Beitrag zu einem lebendigen Gemeindeleben und wünscht Ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

Leider konnte bisher die Stelle noch nicht nachbesetzt werden. Wir hoffen, dass zusammen mit dem Diakonischen Werk ein geeigneter Bewerber bzw. eine Bewerberin gefunden werden kann.

4. Zusammenarbeit in der Kirchengemeinde Bruchsal
Eines der wesentlichen Ergebnisse der letztjährigen Visitation war die vereinbarte Zielvorstellung, das Wir-Gefühl der Kirchengemeinde zu fördern und zu überlegen, wo gemeinsame Strukturen das Gemeindeleben der Gesamtkirchengemeinde und das Miteinander fördern können.
Der Prozess einer besseren Koordination der gemeinsamen Aktivitäten wurde mittlerweile in Form einer grundsätzlichen Bestandsaufnahme der Aufgaben und Zuständigkeiten durch die Hauptamtlichen angeschoben. Außerdem wurden Arbeitsfelder definiert, auf denen man gemeinsames Auftreten nach innen und nach außen praktizieren will. Eine Arbeitsgruppe wird die Vorschläge jetzt weiter ausarbeiten. Sobald erste abgestimmte Ergebnisse vorliegen, werden wir die Gemeinde weiter informieren.

5. Kirchenältestenwahl
Wie bereits mehrfach angekündigt, findet am 1. Advent, dem 1. Dezember, die Wahl der neuen Kirchenältesten für die nächste, 6 Jahre dauernde Amtszeit statt. Die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten wurden im Rahmen des Erntedankgottesdienstes am 06. Oktober bereits offiziell der Gemeinde vorgestellt. Es sind (in alphabetischer Reihenfolge des Nachnamens):
Hermann Biedermann, Jürgen Dick, Ursula Dörner, Katharina Heiler, Marc Kamlah, Annegret Radburg, Tobias Rösch, Johannes Schneider und Cordula Völker.
Nicht mehr kandidieren: Patrick Masselautzky, Robert Säubert, Andrea Schmitt und Anke Staudenmaier.

Die ausscheidenden Kirchenältesten werden noch in offizieller Form verabschiedet. Bereits jetzt gilt ihnen unser herzlicher Dank für die allzeit engagierte und konstruktive Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt und freundlichem Zusammenwirken bestimmt war. Jeder Einzelne von ihnen hat seine speziellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in die Arbeit des Ältestenkreises eingebracht.

Abschließend dürfen wir die Gemeindemitglieder sehr herzlich bitten, ihr Wahlrecht ernst zu nehmen. In Kürze werden Ihnen die Wahlunterlagen zugesandt. Darin wird Pfarrer Schowalter nochmals die Bedeutung der Wahl erläutern und darlegen, warum es für uns so wichtig ist, dass sich möglichst viele Gemeindemitglieder an der Wahl beteiligen.

Jürgen Dick

Aus dem Ältestenkreis 1/2019

1. Neuwahl des Ältestenkreises


Für den Ältestenkreis ist das letzte Jahr seiner Amtsperiode angebrochen. Am 1. Dezember 2019 stehen Neuwahlen an. Pfarrer Schowalter erklärt im nachfolgenden Artikel die Funktion und die Bedeutung der Ältestenkreise in unserer
Evangelischen Landeskirche und erläutert das Wahlverfahren. Wir wollen erneut die Möglichkeit ausschöpfen, auch in der neuen Wahlperiode die maximal mögliche Zahl von 9 Ältesten wählen zu lassen. Die Arbeit lässt sich ganz einfach besser bewältigen, wenn sie auf mehrere Schultern verteilt wird. Da nicht alle derzeitigen Ältesten erneut kandidieren, brauchen wir dringend Nachwuchs! Wir würden uns daher freuen, wenn interessierte und engagierte Gemeindemitglieder den Schritt wagen würden, sich für die Wahl zur Verfügung zu stellen.


2. Bericht der Kindergartenleiterin

In der Ältestenkreissitzung vom 14.02.2019 hatte Frau Fuchs, die am 01. September 2018 die Leitung des PG-Kindergartens übernommen hat, die Gelegenheit, zur dortigen Situation vorzutragen. Erfreulicherweise ist der Personalstand stabil bei 100%. Zur Zeit besuchen 65 Kinder im Alter von 3-6 Jahren den Kindergarten. Bis Ende April wird der Kindergarten dann mit 95 Kindern voll belegt sein. Der früher sehr hohe Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist von 80% auf jetzt 40% zurückgegangen. Die Kinderkrippe für Kinder unter 3 Jahren ist von 07.00 Uhr – 17.00 Uhr geöffnet.

Die Stadt Bruchsal (verantwortlich Frau Doris Hach) hat ein neues zentrales  Anmeldeformular herausgegeben. Die Eltern melden ihr Kind mit dem ausgefüllten Formular beim Kindergarten ihrer Wahl an. Dadurch werden Mehrfachanmeldungen vermieden. Die Kooperation mit anderen Kindergärten läuft sehr gut. Es gibt regelmäßige Treffen der Kindergartenleitungen. Insbesondere bestehen „kurze Wege“ zur katholischen KiGa-Einrichtung bei St. Anton. Weiterhin ist es gelungen, eine neue Möbeleinrichtung zu beschaffen. Weniger erfreulich sei die zunehmende Belastung durch immer aufwendiger werdende Bürokratie bzw. Nebenaufgaben, wie z.B. Gefährdungsbeurteilungen oder der Besuch von Hygieneseminaren. Außerdem hat die Diakonie ein neues Schutzkonzept für Kinder in Kindertagesstätten herausgegeben.

Frau Fuchs will die Anbindung der Eltern an die Gemeinde verbessern und schlägt hierzu u.a. die Durchführung eines Spielenachmittags mit dem Seniorentreff 60+ im Kindergarten und die Gestaltung des Erntedankgottesdienstes mit anschließendem Mittagessen, das vom KiGa zubereitet wird, vor. Frau Fuchs führt die Arbeit ihrer Vorgängerin, Frau Groß-Donner, die viele Projekte in die Wege geleitet hat, konsequent fort. Der Ältestenkreis stellt mit Freude fest, dass der Stabwechsel in der KiGa- Leitung reibungslos funktioniert hat und die neue Leiterin die Weiterentwicklung engagiert angeht.

 

3. Sachstand des Liegenschaftsprojektes

Das sehr komplexe Verfahren des sog. „Liegenschaftsprojektes“ des Evangelischen Oberkirchenrates, mit dem  Einsparungen und eine effizientere Nutzung der nichtsakralen Räume der Kirchen angestrebt werden soll (s. Bericht in der Gemeindezeitung 4/2018), hat weitere Fortschritte gemacht. Die von unserem Vorsitzenden Marc Kamlah beantragten Korrekturen der Ist- Berechnung unserer Nutzungsfläche sind in vollem Umfang akzeptiert worden. Dadurch konnte das Überschreiten des Soll-Wertes deutlich reduziert werden. Allerdings sind noch weitere Abstimmungen im Bruchsaler Kirchengemeinderat und auf Bezirksebene erforderlich, bevor feststeht, welcher Flächenumfang landeskirchlich finanziert wird und was von uns selbst zu bestreiten ist.

Jürgen Dick

Aus dem Ältestenkreis 4/2018

1. Rückblick auf die Visitation


Die Wochen nach den Sommerferien waren ganz der Vorbereitung und Durchführung der Visitation gewidmet. Wie bereits mehrfach berichtet, wurden nicht nur unsere Paul-Gerhardt-Gemeinde, sondern auch die beiden anderen Pfarrgemeinden der Gesamtkirchengemeinde Bruchsal von einer Kommission des Bezirkskirchenrates unter der Leitung der Dekanin Gabriele Mannich und des Schuldekans Walter Vehmann besucht. Im Zeitraum vom 4. bis 21. Oktober fanden mehrere Gespräche mit den Hauptamtlichen, den ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie den Ältestenkreisen und dem Kirchengemeinderat statt.
Wie angekündigt stand die Visitation unter der Prämisse einer künftigen Verbesserung der Koordination von Aktivitäten innerhalb der Kirchengemeinde, im Sinne einer Bündelung von Kräften bei knapper werdenden personellen
und finanziellen Ressourcen. Die abschließend vereinbarte Zielvorstellung für die Kirchengemeinde Bruchsal spiegelt diese Rahmenbedingungen wider.


Sie lautet wie folgt:
1. Wir wollen das Wir-Gefühl in der gesamten Kirchengemeinde fördern. Wir haben bis Sommer 2020 einen Plan
gemeinsamer Veranstaltungen entwickelt (z.B. Bibel- und Gesprächsabende, Andachten, Predigtreihen, gemeinsame
Gottesdienste). Wir überlegen, welche Schulungen und Hilfen für Mitarbeitende notwendig sind.


2. Wir wollen das Leben der Pfarrgemeinden daraufhin bedenken, wo gemeinsame Strukturen das Gemeindeleben der
Gesamtgemeinde und das Miteinander fördern. Die Aufgabenverteilung der Hauptamtlichen wird mit dem Dekanat
überarbeitet.


3. Wir werden bis 30.06.2019 gemeinsam einen Plan über die künftige Funktion und Nutzung des Pfarrhauses der Luthergemeinde entwickeln. Das VSA Mittelbaden und die Referate VI und VIII des EOK werden hinzugezogen. Der Bezirkskirchenrat bittet den EOK dringend, sich mit Fachberatung einzubringen. Dabei wird es darauf ankommen, Strukturen zu entwickeln, die einerseits die geänderten Rahmenbedingungen durch ein Mehr an gemeinsamen Aktivitäten auf Ebene der Kirchengemeinde gerecht werden, andererseits aber sicherzustellen, dass die Eigenständigkeit der kleineren Einheiten mit ihren Möglichkeiten, die Basisnähe zu den Gemeindemitgliedern zu erhalten und weiterzuentwickeln, bestehen bleibt.


Die Detailberichte der Visitationskommission zu den einzelnen Pfarrgemeinden stehen noch aus. Wir gehen aber davon aus, dass es gelungen ist, einen vertieften Eindruck über die Vielfalt unseres Paul-Gerhardt-Gemeindelebens zu vermitteln und eine Unterstützung unseres Weges zu erlangen.

 

Dass es auch bei uns noch Potential für eine Weiterentwicklung gibt, zeigt der Wortlaut der Zielvorstellungen der Paul-Gerhardt-Gemeinde:


1. Bis Ende 2019 haben wir mit den Mitarbeitenden unserer Gemeinde Angebote entwickelt, mit denen wir 30-50jährige interessieren und für unsere Gemeinde gewinnen können.

2. Zum Ende des Jahres 2020 haben wir ein Konzept der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, das die bisherigen Formen intensiviert und ergänzt.


3. Wir haben bis 2020 Maßnahmen entwickelt, um die Menschen, die in der Bahnstadt wohnen, willkommen zu heißen und für unsere Gemeinde zu gewinnen.


Der Ältestenkreis hat damit begonnen, diesen Zielvorstellungen konkrete Planungen folgen zu lassen. So sollen die ersten Bewohner der Bahnstadt ein persönliches Anschreiben mit dem Angebot eines Besuches erhalten. In diesem Gemeindebrief ist eine explizite Einladung zum Familiengottesdienst am 24.12. enthalten.

Für weitere Maßnahmen werden wir die Unterstützung der Gemeindemitglieder benötigen, wobei an dieser Stelle der Dank des Ältestenkreises an all diejenigen ausgesprochen werden soll, die durch ihre engagierte Mitarbeit zum Gelingen der Visitation beigetragen haben.


Eine weitere wertvolle Hilfestellung bei der Weiterentwicklung geben die Ergebnisse des Seminars „Vitale Gemeinde“ das am 15.09. stattfand. Hierüber berichtet Cordula Völker in einem nachfolgenden gesonderten Artikel.

Über einen weiteren interessanten Programmpunkt der Visitation wäre noch nachträglich zu berichten:
Unter dem Motto „Über den Kirchturm hinaus“ erfolgte ein Besuch bei der Feuerwehr Bruchsal. Mit deren Leitungspersonal wurde eine sehr konstruktive Diskussion über gemeinsame Aspekte u.a. in den Bereichen „Arbeit mit Menschen“, Rekrutierung und Einbindung der Jugend“ sowie „Umgang mit und Nachbereitung von Grenzsituationen“ geführt, ein Erfahrungsaustausch, der es Wert ist, fortgeführt zu werden.

 


2. Das Liegenschaftsprojekt der Evangelischen Landeskirche

Der Evangelische Oberkirchenrat der Landeskirche hat ein sog. Liegenschaftsprojekt gestartet, das nach der nunmehr erfolgten Datenerhebung in die weitere Klärungsphase geht und auf Ebene der Kirchenbezirke in eine „strategische
Liegenschaftsplanung“ einmünden soll.

Worum geht es? Im Blickfeld sind vorrangig die Gemeindehäuser, deren landeskirchliche Finanzierung sich künftig an
einem Sollwert der Raumfläche orientieren soll, der sich im Wesentlichen aus Gemeindemitgliederzahl
(Stichtag 1.1.2014) berechnet. Bei Überschreiten dieses Sollwertes sind in den Kirchenbezirken entweder durch Straffung der Raumnutzung Einsparungen vorzunehmen oder die Finanzierung der über den Sollwert hinausgehenden Flächen ist mit Eigenmitteln zu bestreiten.

Nach Übermittlung der Erhebungs- und Auswertungsdaten haben die Gemeinden nunmehr die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Hinweise für eine Korrektur der Berechnung zu geben. Dies ist auch seitens der Paul-Gerhard-Gemeinde
erforderlich und bereits geschehen, da wir, wie viele anderen Gemeinden auch, über dem Sollwert liegen. Dabei ist das Überschreiten keinesfalls durch die eigentlichen Nutzungsflächen (Gemeindesaal und Gruppenräume) bedingt, sondern vielmehr durch die ausgedehnten Kellerräume und das das nur durch eine Luke von den Privaträumen der
seperaten Wohnung aus erreichbar ist. Beide sind in vollem Umfang in die Berechnung eingegangen. Hier besteht dringender Klärungsbedarf.

Jürgen Dick

Aus dem Ältestenkreis 3/2018

1. Rückblick auf das Brückenfest


Die Frühjahrs- und Sommermonate bis zum Beginn der Ferienzeit standen wie jedes Jahr im Zeichen zahlreicher Gemeindeveranstaltungen, aus denen das Brückenfest besonders herausragt. Es war erneut ein großer Erfolg mit einem Rekordergebnis was die Besucherzahl betrifft. Dem neuen Gesamtverantwortlichen Fritz Weiß und allen Projektleiter-/innen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern dafür ein herzliches Dankeschön!
Zum ersten Mal konnten wir im neu renovierten Lindenhof feiern, ein Projekt, das nicht zuletzt dank der engagierten Vorarbeiten des Bauteams, nach anfänglichen Verzögerungen rechtzeitig fertig werden konnte.


Wie oft bei solchen Veranstaltungen ist trotz der positiven Gesamtbewertung noch „Luft nach oben“ und die ein oder andere konstruktive Kritik zu berücksichtigen. Problematisch war der zeitweise Stromausfall. Die Schwachstellen sind erkannt und sollen mit den in unserer Gemeinde zur Verfügung stehenden Fachleuten angegangen werden. Auch
die Beschallung für die hinteren Reihen ist noch verbesserungsfähig. Störend war die Lärmkulisse während des Auftritts des Kindergartens. Außerdem konnten die Kinder von den hinteren Tischen aus nicht gesehen werden. Auch hier wird man nach Abhilfemöglichkeiten, wie z.B. die Aufstellung eines Podestes, suchen.


2. Die Visitation kommt!


Ein Ereignis, das bereits mehrfach angekündigt wurde und auf dessen Bedeutung für die künftigen Grundlagen des Gemeindelebens in Bruchsal erneut hingewiesen wird, steht jetzt unmittelbar bevor. Nach den Sommerferien werden wir uns ganz auf die anstehende Visitation konzentrieren. Die hierzu erforderlichen Vorbereitungen waren Schwerpunkt der letzten ÄK-Sitzungen. Dem Visitationsteam, das aus Dekanin Mannich, Schuldekan Vehmann und einem weiteren ehrenamtlichen Mitarbeiter bestehen wird, ist ein „vorlaufender Bericht“ vorzulegen, der die wesentlichen Strukturen und Aktivitäten unserer Gemeinde vorstellen soll. Wir halten es für wichtig, dass alle Gemeindemitglieder über diesen Bericht, der eine wichtige Grundlage für die Visitation darstellen wird, informiert sind. Pfr. Achim Schowalter hat daher die wesentlichen Inhalte in einem nachfolgenden Artikel zusammengefasst.


Auch die Termine der Visitation stehen mittlerweile fest. Es wird erneut darauf hingewiesen, dass alle drei Pfarrgemeinden der Bruchsaler Kirchengemeinde visitiert werden. Zu Beginn wird daher am 29.09. ein vorbereitender Mitarbeitertag der Kirchengemeinde stattfinden. Die Kerntermine für unsere Paul-Gerhardt-Gemeinde sind am 04.10. vorgesehen. Das Visitationsteam wird, um 16.00 Uhr beginnend, zunächst das Pfarramt besuchen, danach ein
Gespräch mit dem Gemeindepfarrer führen und sich schließlich im Rahmen einer ÄK-Sitzung mit den Ältesten austauschen. Am 16.10. trifft sich der Kirchengemeinderat mit der Kommission, um als Ergebnis die Zielvereinbarung zu entwickeln. Zum Abschluss wird am 21. 10. der Visitationsgottesdienst für die gesamte Kirchengemeinde in der Lutherkirche und eine abschließende Gemeindeversammlung unter Leitung von Dekanin Mannich stattfinden.
Der Ältestenkreis geht davon aus, dass wir gut vorbereitet sind und der Visitation mit Zuversicht entgegensehen.


3. Seminar „Vitale Gemeinde“


Das Seminar „Vitale Gemeinde“ steht zwar nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Visitation, soll aber dennoch wichtige Anregungen für die Analyse von Stärken und Schwächen zum Ziel haben. Dabei stehen weniger die organisatorischen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Vielmehr soll die geistige Orientierung für die Weiterentwicklung christlicher Gemeinden von einem Moderatorenteam vermittelt werden. Die Veranstaltung, an der
die Ältesten, sowie Jugendleiter und weitere interessierte Gemeindemitglieder teilnehmen, findet am 15.9. statt.


4. Erscheinen des Gemeindebriefes


Der Gemeindebrief erscheint zur Zeit mit vier Ausgaben pro Jahr. Als problematisch erweisen sich zum einen die z.T. kurzen Abstände zwischen den Redaktionsschlüssen, insbesondere zwischen der Sommer- und Herbstausgabe, zum anderen der hohe Ressourcenaufwand bei der Erstellung und Verteilung des Gemeindebriefes. Der Ältestenkreis
hat daher die Reduzierung von vier auf drei Ausgaben pro Jahr beschlossen. Dieser Beschluss soll allerdings frühestens ab 2019 gelten und wird noch der Gemeindeversammlung zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden.


Jürgen Dick