Aus dem Ältestenkreis 3/2020

1. Gemeindeleben in Zeiten der Pandemie

Die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Hygieneregeln hatten nach wie vor erheblichen Einfluss auf die Organisation von Gottesdiensten und sonstigem Gemeindeleben. Wir vom Ältestenkreis versuchen das Beste daraus zu machen und vertretbare Lösungen zu finden, sind aber auch zu der ein oder anderen harten Entscheidung gezwungen.

So können ab 1.11. aufgrund der neuen restriktiven Richtlinien des Landes nur noch Gottesdienste, Kindergottesdienste und der Konfirmandenunterricht durchgeführt werden (die wichtigsten Punkte des aktuellen Hygienekonzeptes werden anliegend nochmals bekanntgegeben). Alle anderen Gemeindeaktivitäten ruhen. Bei Redaktionsschluss der Gemeindezeitung war noch nicht absehbar, wie die Regelungen für Dezember, insbesondere für die Weihnachtszeit aussehen werden. Wir bitten die Gemeindemitglieder auf entsprechende Hinweise auf unserer Webside im Internet, sowie im Amtsblatt und der BNN zu achten.

Im Sommer musste auch die geplante Norwegenfreizeit für Jugendliche leider abgesagt werden. Eine Abwägung der Risiken und vor allem die nicht zumutbare und kaum wahrzunehmende Verantwortung für das Begleitund Leitungspersonal haben letztendlich zu der Entscheidung geführt. Außerdem befanden sich mehrere potentielle Mitreisende in Quarantäne, sodass alle beteiligten Ältestenkreise denselben Entschluss fassten. Aufgrund der  für nächstes Jahr noch nicht absehbaren Entwicklung wird die nächste größere Sommerfreizeit erst für 2022 geplant.

Dennoch konnte als kleiner Ersatz vom 2. Bis 9. August eine Kurzfreizeit in Dobel durchgeführt werden. Die dortigen Verhältnisse und das vernünftige Verhalten der Teilnehmer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Die Gottesdienste werden nach wie vor in der Form von zwei Kurzgottesdiensten von jeweils 30 Minuten um 10 Uhr und um 11.30 Uhr durchgeführt, ein Verfahren, das sich mit den bekannten Hygienerichtlinien bewährt hat, Akzeptanz findet und bis auf Weiteres so fortgeführt wird. Das Konfirmationsabendmahl am 25.9. und der Konfirmationsgottesdienst am 27.9. fanden auch unter „Coronabedingungen“ statt. Dankenswerterweise konnten wir für den Gottesdienst die deutlich größere Josephskirche nutzen. Dennoch war die Teilnehmerzahl auf die engeren Familienangehörigen beschränkt. Als besonderer Service wurde der Gottesdienst von einem professionellen Kamerateam aufgenommen und konnte per Internet Streaming von zuhause mitverfolgt werden.

Leider mussten aufgrund der  Erkrankung von Pfarrer Schowalter und zwei seiner Angehörigen, sowie zwei weiterer Kontaktpersonen zwei Gottesdienste kurzfristig abgesagt werden. Mittlerweile sind alle Betroffenen wieder aus Quarantäne bzw. Isolation entlassen. Pfarrer Schowalter ist noch Rekonvaleszent, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung.

Ein weiters „Event“, bei dem die Paul-Gerhardt-Kirche als Anlaufstation beteiligt war, war an zwei Sonntagen im Juni/Juli das „Stadtradeln“. Die Besucher (insgesamt immerhin 120) konnten sich vor und in der Kirche ausruhen, wurden bewirtet, ein Quiz für Kinder war arrangiert und in der Kirche wurde ein Musikprogramm angeboten. Auch hierfür war ein Hygienekonzept erforderlich.

Zwischenzeitlich durfte auch der Paul-Gerhardt-Chor wieder proben, zunächst aufgrund des geringeren Risikos im Freien auf dem Lindenhof. Mit Beginn der kalten Jahreszeit muss wegen der Abstandsregeln der komplette Kirchenraum und der Gemeindesaal genutzt werden. Im November sind die Chorproben dann auch dem “Lockdown“ zum Opfer gefallen.

 

2. Aus der Kirchengemeinde (s. auch Bericht der Geschäftsführenden Pfarrerin Frau Andrea Knauber)

Nach der Wahl der Ältestenkreise fand die konstituierende Sitzung des Kirchengemeinderates am 7. Juli statt. Als Vorsitzende wurde wie bisher Pfarrerin Andrea Knauber von der Christusgemeinde Untergrombach gewählt, die gleichzeitig auch Geschäftsführende Pfarrerin der Kirchengemeinde ist, 1. Stellvertreter ist Jürgen Dick und 2. Stellvertreterin Gabi Becker (Luthergemeinde).

Als wichtigstes Projekt hat jetzt der sog. Prozess „Bruchsal 2.0“ Fahrt aufgenommen, ein gemeinsamerWeg der drei Pfarrgemeinden, der Vorgaben der Visitation folgend, zu einem besseren Wir-Gefühl und zu einer effizienteren Zusammenarbeit führen soll. Unter Anleitung eines externen Beratungsteams wurden zunächst konkrete Ziele definiert.

Auf der Ebene der Hauptamtlichen muss auf eine faire Verteilung und Abstimmung geachtet werden. Im Rahmen einer sog. „kirchlichen Dienstgemeinschaft“ sollen die Zuständigkeit, d.h. Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege, Befugnisse und die Kooperation geklärt und deutlich formuliert werden. Auch müssen die Profile der Pfarrgemeinden betrachtet und die Angebote besser aufeinander abgestimmt werden.

Dabei ist z.B. denkbar, dass einzelne Gemeinden besondere  Fähigkeiten auch für die anderen anbieten, oder dass in größerem Umfang gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden. Wichtige Vorarbeiten wurden bereits im Rahmen eines Gesamtältestentages im September 2019 vorgelegt. Diese müssen nun aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Leider war dieses Projekt wegen „Corona“ vorübergehend auf Eis gelegt.

 

3. Neue „FSJlerin“

Endlich haben wir wieder eine junge Frau, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Paul-Gerhardt-Gemeinde ableistet und sich hierbei vorrangig um die Jugendarbeit kümmern wird. Barbara Krause hat am 1. September ihren Dienst angetreten. Sie hat bereits vielfältige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Gemeinde in Remchingen gesammelt und leitete dort auch eine Pfadfindergruppe. Sie ist in die Wohnung unseres Gemeindegebäudes eingezogen und wird damit zentral im Gemeindegeschehen eingebunden sein.

Der Ältestenkreis heißt Barbara Krause herzlich willkommen. Sie hat sich bereits sehr engagiert ihrer neuen Aufgabe gewidmet, sodass wir mit positiver Erwartung auf die weitere Zusammenarbeit schauen.

Jürgen Dick