Aus dem Ältestenkreis 2/2020

Die Paul-Gerhardt-Gemeinde in den Zeiten von „Corona

Wie das gesamte öffentliche Leben waren auch die Kirchen vom „LockDown“ zur Eindämmung der CoronaPandemie

betroffen. Aufgrund der behördlichen Vorgaben und Einschränkungen mussten nicht nur die Gottesdienste, sondern auch die Gruppen und Kreise und damit der lebendige Kern unserer Gemeindearbeit eingestellt werden. Wir sahen uns daher vor die Herausforderung gestellt, unseren Gemeindemitgliedern dennoch ein Minimum an geistlichen Angeboten und Information bereitzustellen. All denjenigen, die durch vielfältige Ideen und persönliches Engagement dazu beigetragen haben, diese schwierige Zeit, die leider noch nicht zu Ende ist, zu überbrücken, gilt ein herzliches Dankeschön des Ältestenkreises.

Zu den Angeboten gehörten u. a. die Andachten von Pfr. Schowalter, die über Youtube ins Internet gestellt wurden,  Telefonandachten, ein Newsletter, vor allem aber die Aufzeichnungen von je einem Oster- und Pfingstgottesdienst, die ebenfalls im Internet abrufbar waren besonders beeindruckende Erlebnisse, die sehr große Resonanz gefunden haben.  allein der Online-Ostergottesdienst mit Fam. Schowalter und Friends wurde bis Anfang des Monats 850 mal angeklickt! Ein besonderes Lob auch an den Kameramann, Herrn Pavlunin, der für eine professionelle Aufmachung gesorgt hat.

Ab Ostern konnten dann zumindest die Kirchen für einzelne Besucher an verschiedenen Nachmittagen unter entsprechenden Hygieneauflagen für ein stilles Gebet geöffnet werden. Die vor dem Kircheneingang aufgestellten Osterbanner mit der Aufschrift „Christus ist auferstanden“ signalisierten Hoffnung und Optimismus in einer schwierigen Zeit der Krise.

Ab dem 10. Mai war es dann wieder möglich, öffentliche Gottesdienste zu feiern. Die Erlaubnis stand unter dem Vorbehalt wirksamer Schutzmaßnahmen. Das nach wie vor geltende Infektionsschutzkonzept der Paul-Gerhardt-Gemeinde berücksichtigt die Vorgaben des „Schutzkonzeptes für die Feier von evangelischen Gottesdiensten in der Evangelischen Landeskirche Baden während der CoronaPandemie“, die auf die besonderen Gegebenheiten unserer Kirche umgesetzt wurden. Da die maximal mögliche Besucherzahl wegen der Abstandsgebote auf 40 beschränkt ist, bieten wir grundsätzlich zwei Gottesdienste um 10 Uhr und um 11.30 Uhr an. Mittlerweile konnten wir erste Erfahrungen sammeln. Ich darf, auch im Namen von Pfarrer Schowalter und dem Ältestenkreis, allen Gottesdienstbesuchern danken, dass Sie die erforderlichen Maßnahmen des Infektionsschutzes (wie Desinfektion, Mundschutz, markierte Plätze, Belüftung, Gesangsverbot, Begrenzung des Gottesdienstes auf 30 Minuten etc.) akzeptiert haben und den Anweisungen des Regiepersonals gefolgt sind. Die  Maßnahmen sollen alle möglichen Übertragungswege des Virus verhindern. Trotz dieser Einschränkungen ist eine gute Gottesdienstatmosphäre entstanden.

Auch die Arbeit des Ältestenkreises musste trotz des Versammlungsverbotes weitergehen. Mit Hilfe moderner Technik und Unterstützung durch unser Ältestenkreismitglied Tobias Rösch fanden drei Sitzungen als VideoKonferenz statt, was nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gut funktioniert hat. Zwar ist in Kürze mit einigen Lockerungen der Auflagen zu rechnen. Mittlerweile können wir unter den bekannten hygienischen Auflagen unsere Sitzungen wieder mit Präsenz  durchführen, ebenso können unter denselben Bedingungen einige Jugendkreise wieder beginnen. Größere Veranstaltungen sind aber nach wie vor nicht möglich. So ist das Brückenfest definitiv abgesagt. Die Konfirmationsfeier kann leider vor den Sommerferien nicht stattfinden.

 

Öffentlichkeitsarbeit und Leitbild der Gemeinde

Wie bereits berichtet, hat sich der Ältestenkreis vorgenommen, die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde auf eine systematischere und modernere Basis zu stellen. Hierzu wurde ein „Kernteam“ mit Cordula Völker, Vera und Achim Schowalter, Marc Kamlah und Patrick Masselautzky gebildet. Als Grundlage ist unter Mitarbeit von Hansjörg Ebert ein Leitbild erarbeitet worden, das in der 4. Ältestenkreissitzung vom 02.04. vom Ältestenkreis angenommen wurde und das hier der Gemeinde vorgestellt wird.

Die beiden jetzt anstehenden Aufgaben „neues grafisches Design“ von Logo, Schriftzug, Farb- und Formkonzept und „Neugestaltung der Internetseite“ wurden zur Bearbeitung durch eine professionelle Agentur ausgeschrieben.

 

Umfrage zu Gemeindeangeboten

Im Rahmen des Gesamtprojektes wurde auch vor einigen Monaten eine Umfrage zu unseren Gemeindeangeboten durchgeführt, die u.a. zum Ziel hatte, Stärken und Schwächen mit statistischen Methoden zu erfassen und auszuwerten. Zunächst einmal allen, die daran teilgenommen haben, herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung. Die Gesamtbewertung war positiv, allerdings gab es auch vereinzelte Kritik, der man nachgehen muss. Sie bezieht sich vor allem auf die Bedarfslage der Altersgruppe von 30- 44 Jahren. Hier werden neue Ideen erbeten, auch aus der Zielgruppe heraus. Ansprechpartnerin im Ältestenkreis ist Katharina Heiler.

 

Instagram Account PG

Auf Initiative unserer Jugendleiter/innen wurde ein PG Instagram Account erstellt, der bereits 87 Abonnenten hat. Darauf sind zu finden: der Wochenspruch, der „Song of the Week“, Einladung zu Gottesdiensten, Mitmachaktionen etc. Die Inhalte sind zwar vor allem auf Jugendliche und junge Erwachsene abgestimmt, aber auch für junge Ältere interessant. Information erteilt Katharina Heiler.

 

Probleme der Jugendarbeit

Die kirchliche Jugendarbeit ist in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen. Zur Unterstützung dieser Arbeit konnten wir bis vor einem Jahr auf junge Mitarbeiter/innen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst zurückgreifen. Leider zeichnet sich ab, dass die Stelle wieder nicht besetzt werden kann. Auch die Bemühungen, sich mit 2 anderen Gemeinden eine selbstfinanzierte Diakonenstelle zu teilen, sind leider gescheitert. Durch den zu erwartenden Abgang einiger ehrenamtlicher Jugendleiter wird sich im nächsten Jahr eine kritische Situation ergeben, die zwangsläufig zur Reduzierung des Angebotes führen müsste. Um dies zu vermeiden, wird jetzt versucht, einen Anerkennungspraktikanten aus einer der kirchlichen Ausbildungseinrichtungen zu gewinnen. Vor allem soll dadurch auch die Einarbeitung des Jugendleiternachwuchses sichergestellt werden. Sollte das Vorhaben gelingen, käme allerdings auf die Gemeinde zur Kostendeckung ein höheres Spendenaufkommen zu. Der Ältestenkreis hat entschieden, diese Herausforderung anzugehen und hofft auf Ihre Unterstützung. Der Erhalt unserer hochwertigen Jugendarbeit sollte uns die Anstrengung wert sein.

 

Gottesdienstregelung während der Sommerferien

Wie im letzten Jahr werden während der Sommerferien die Sonntagsgottesdienste wechselweise in der Lutherkirche und in der PaulGerhardtKirche für die beiden Pfarrgemeinden in Bruchsal gemeinsam angeboten: in der Lutherkirche um 10.00 Uhr und in der PaulGerhardtKirche der derzeitigen Regelung entsprechend um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr.

Jürgen Dick

 

Was uns wichtig ist als Gemeinde – unser Leitbild

Jede christliche Gemeinde hat ihr eigenes Profil und eigene Schwerpunkte. Bei manchen Gemeinden liegt der  Schwerpunkt auf Bildungsarbeit, andere setzen ihre Kräfte verstärkt ein, um Flüchtlingsarbeit oder Sozialarbeit zu  machen, bei wieder anderen ist die klassische Kirchenmusik mit Kantoreien, Bläserkreisen und Orchester das, was das Gemeinde die Gemeinde prägt.

In einem längeren Gesprächsprozess haben wir als Gemeinde überlegt, was unser Profil ist und in welchen Bereichen wir Schwerpunkte setzen wollen. Wir können nicht alles machen; aber das, was wir machen, wollen wir mit Überzeugung und Qualität machen. So sind Leitsätze entstanden, die widerspiegeln, wo wir gerade „unterwegs sind“. Um diese Sätze in Erinnerung zu halten und auch ihren Inhalt zu vertiefen, ist u.a. eine Predigtreihe geplant. Ziel dieses Leitbilds ist es, das Gemeindeleben unter diesen Aspekten immer wieder zu bedenken und auszurichten und uns ermutigen und herausfordern zu lassen.

 

Leitbild für die Paul-Gerhardt-Gemeinde

Das Leitbild unserer Gemeinde gründet auf dem Glaubensbekenntnis an den dreieinigen Gott und formuliert, wie wir diesen Glauben in unserem Gemeindeleben Gestalt gewinnen lassen wollen.

Glauben entdecken

Wir wollen eine Gemeinde sein, in der Menschen den dreieinigen Gott kennen lernen können und ihre persönliche Beziehung zu ihm vertiefen, zur Nachfolge Jesu Christi herausgefordert werden und im Glauben ein Fundament für ihr Leben finden.

Gemeinschaft erleben

Wir wollen eine Gemeinde sein, in der Menschen erleben, dass sie angenommen, wertgeschätzt und Teil einer Gemeinschaft sind. In den Gottesdiensten und anderen Gemeindeaktivitäten sowie in Gruppen, Kreisen und persönlichen Begegnungen wollen wir miteinander Leben teilen, einander ermutigen und inspirieren und Verantwortung füreinander übernehmen.

Lebendig sein

Wir wollen eine Gemeinde sein, in der die Liebe das Maß aller Dinge ist und sich Glaube als lebendige Beziehung zu Gott entfalten kann. Wir wollen Menschen mit ihren Begabungen fördern, Erfahrungen, Gedanken und Ideen wertschätzen und diese fruchtbar werden lassen für ein wachsendes Gemeindeleben.

Offenheit

Wir wollen als Gemeinde einladend und offen sein für Menschen unterschiedlicher Prägung und Tradition und respektvoll die Freiheit des Einzelnen achten. Wir freuen uns, wenn Menschen sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten einbringen.

Helfen

Wir wollen als Gemeinde sensibel sein für Menschen in ihren Fragen und Nöten, ihnen beistehen und ihnen nach unseren Möglichkeiten auch ganz praktisch helfen.

Ausstrahlen

Wir wollen, dass die Ausstrahlung der Gemeinde von Gottes Menschenfreundlichkeit geprägt ist und Menschen ein positives Bild von Gott, Glaube und Kirche bekommen.

Zusammenarbeiten

Wir wollen als Gemeinde mit anderen Kirchen sowie mit Vereinen und Institutionen bei gemeinsamen Anliegen zum Wohl aller zusammenarbeiten.